E-Learning

Zusammenfassung
Für die Erstellung von eLearning-Modulen bieten die LMS eigene Bordmittel an.
Über den Export oder die Sicherung dieser Module ist eine Verteilung innerhalb der Lernumgebung zu anderen gleichartigen Lernumgebungen oder andere Lernumgebungen gleichen Standard möglich.
Die Bearbeitung solcher Module mittels externer Editoren hängt von dem jeweiligen eLearning-Standard des erstellten Moduls ab.
eLearning-Module können genau so auch über Autorentools oder SCORM Editoren erstellt werden.
Der Export des Tools muss dann den entsprechenden eLearning-Standard des Ziel LMS enthalten, sonst ist der Import in das LMS nicht möglich.
Der Vorteil von Autorentools liegt in der Bereitstellung mehrerer eLearning-Standards für den Export, zum Teil eine grafische Oberfläche für die Erstellung von eLearning-Modulen und das Ausdrucken von Modulen.

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Autorentools
Im Vergleich werden die folgenden Autorensysteme und Editoren gegenübergestellt:
Adobe Captivate
eXeLearning
Open eLearning
articulate storyline 360
ispringsuite

Adobe Captivate
Projekt mit automatischer Anpassung
VR-Projekt
Leeres Projekt
Softwaresimulation
Videodemo
von PowerPoint
verfügbare Ressourcen – Vorlagen, Beispiele und Tutorials
Veröffentlichen als HTML5 oder SCORM
Weitergabe für andere LMS möglich (über Einstellungen Quizz) – SCORM 1.2 3. Edition), SCORM 2004, AICC oder xAPI
Drucken als Handout, Lesson, Step by Step oder Storyboard (wird als *.doc-Datei abgelegt)

eXeLearning
Erstellung – neues Projekt, Dokumentenvorlage (EDIA Projekt-PBL) oder eigene Dokumentenvorlagen die aus vorhanden Projekten erstellt wurden
Veröffentlichung – (Export) als – Webseite, einzelne Seite, EPUB3, SCORM 1.2 oder IMS
Drucken – als PDF speichern

Open eLearning
Erstellung – neues Projekt, Installation von Erweiterungen und Objekten möglich
Veröffentlichung als SCORM für Moodle oder Chamilo oder als HTML-Seite
Drucken

articulate storyline 360
Erstellung – neues Projekt oder Bildschirm aufnehmen
Importieren von PowerPoint, Quizmaker, Engage, aus Vorlagen oder Fragen aus einer Datei (*.xls, *.xlsx oder *.txt)
Veröffentlichung als SCORM 1.2, SCORM 2004, AICC, Tin Can API, cmi5, HTML5, Video, als CD oder Word
Drucken – beim Veröffentlichen als *.doc

ispringsuite
Erstellung – von Kursen, Quiz, Simulationen, Bildschirmaufnahmen, Interaktionen, Bücher
Importieren von PowerPoint und von ispringsuite-Dateien (*.quiz, *.scenario, iSpring Cam Pro Prject Files, *kntx oder *.visuals)
Veröffentlichung – als HTML5, Video, SCORM 1.2, SCORM 2004, AICC, ExperienceAPI oder cmi5
Drucken – über PowerPoint

LernSax
Erstellung – Lernmodul (ehemals Courselets)
Veröffentlichung – nur innerhalb der LernSax als Kopie oder als Modul als SCORM 1.2. Die Einbindung von diesen SCORM Modulen ist jedoch nicht so flüssig, wie bei in Editoren erstellten SCORM Paketen. Der Import von SCORM Modulen ist gesperrt. Der Ausdruck ist ohne Anpassung der Formatierung möglich.

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Nutzung Autorentool oder Bordmittel?
Welches Autorentool soll für die Erstellung von eLearning-Inhalten genutzt werden? Oder genügen die Bordmittel der LMS?
Antwort: Werden die eLearning-Module für mehrere LMS benötigt, reichen die Funktionen für die Erstellung nicht aus, will man eLearning-Module in verschiedenen Standards erstellen oder arbeitet man eher mit grafischen Erstellungsmitteln, dann empfiehlt sich, über ein Autorentool nachzudenken.

Kriterien für den Vergleich der Autorentools
Was nützt mir das schönste eLearning-Modul (mit einem Autorentool erstellt), wenn ich es nicht in mein LMS einbinden/importieren kann. Ich glaube, diese Feststellung ist Motivation genug, um sich die Autorentools und SCORM-Editoren genauer anzuschauen.
Was kann man mit ihnen erstellen?
Gibt es verfügbare Ressourcen wie Vorlagen, Beispiel und Tutorials?
Welche eLearning-Standards werden für die Veröffentlichung angeboten?
Ist der PDF Export oder das Drucken der Module als Begleitmaterial möglich
Können Videos erstellt werden?

eLearning Standards
Folgende eLearning Standards stehen in den LMS und den Autorentools zur Verfügung und werden in den LMS benötigt:
SCORM 1.2
SCORM 2004
AICC
xAPI
HTML5 / H5P
IMS
Tin Can API

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Nach dem Artikel „eLearning-Module erstellen“ folgt bald die Artikel zum Export/Import. Ein Selbsttest „zwingt“ mich jedoch erst einmal eine kurze Zwischenbemerkung zur Erstellung von eLearning-Modulen niederzuschreiben. Lesezeit –

Die Beiträge zum Thema „Vergleich von Autorentools“ werden parallel im SCORM Editor Open eLearning als eLearning-Modul angelegt. Die notwendige Zeit für Erstellung lag bei ca. drei ein halb Stunden. Das ist angesichts der Vorlage von vier DIN A4 Seiten mit 832 Wörtern, 6096 Zeichen und 12 erstellten Modulseiten sehr viel. Wenn man am Beginn der Arbeit mit eLearning-Modulen steht oder man arbeitet sich in ein neues Tool ein, dann ist zusätzliche Zeit einzuplanen.

Mit den folgenden Gründen möchte ich Empfehlungen geben, wie man die Erstellungsphase kurz hält. Heißt jedoch nicht, dass sich die Gesamtzeit (Konzeptphase und Umsetzung) veringert. Der Großteil der Zeit muss in  der Konzeptphase geplant werden!

Die Gründe für lange Erstellungsphasen liegen klar auf der Hand – je besser und vollständiger das Konzept für die Lernmodule in einem Texteditor (oder Microsoft Word oder PowerPoint) vorbereitet ist, umso schneller ist auch die Umsetzung im SCORM-Editor/Autorentool. In der Konzeptphase ist die Unterstützung des Teams gefragt, denn so vermeidet man Überraschungen. „Ich mache mal ein Lernmodul“ – ist reine Zeitverschwendung.

Ein zweiter Grund liegt in der mangelhaften Vorbereitung des Bildmaterials (später Video- oder Audiodateien). Während der Erstellung zu schauen, was da so Schönes passen könnte – kostet Zeit.

Dritter Grund: In einem Lernmodul ist die Wissenüberprüfung ein fester Bestandteil. Auch dieser Teil muss im Vorfeld erarbeitet werden.

Vierter Grund: Formative Anpassungen, Layout oder Schriften gehören ganz an den Schluss der Umsetzung und haben während der Erstellung keinen Raum. Es sei, denn man arbeitet von vornherein mit einem vorgefertigten Layout. Der Grundsatz, lautet wie überall, erst der Inhalt dann das Design!

Fünfter Grund: immer vom Groben zum Feinen denken und arbeiten. Aus Stichworten werden Überschriften, Absätze und Sätze. Kurze Bemerkungen in ein eLearning-Modul zu übertragen und diese dann dort auszuformulieren – kostet Zeit.

In der Erstellungsphase ist man einem gewissen Druck ausgesetzt – fertig werden! Da fallen einem bestimmte Formulierungen nicht sofort ein. Wortwiederholungen sind an der Tagesordnung und die Rechtschreibung/Grammatik bleibt auf der Strecke.

Sechster Grund: Lasst ein wenig Zeit zwischen der Konzeption der Inhalte und der Erstellung der Lernmodule im Editor /Autorentool vergehen. Sprecht das Konzept lieber einmal mehr mit dem Team durch. Startet so vorbereitet in die Umsetzung.

Siebenter Grund: Arbeitet mit einem euch bekannten Programm (SCORM Editor oder Autorentool) oder arbeitet euch in eine spezielle Software mittels kleinerer Szenarien ein. Wenn ihr mit eLearning-Modulen startet, muss es nicht sofort Adobe Captivate oder articulate storyline 360 sein, hier reichen die Bordmittel der LMS völlig aus.

Der letzte Grund: Wenn man während der Konzeption oder Umsetzung feststellt, dass ein Glossar zweckdienlich ist, dann bitte als eigenes Projekt betrachten und nicht noch zusätzlich in die Erstellung von Lernmodulen packen. Ist ein Katalog vorhanden, kann dieser ohne Weiteres gepflegt werden. Oder ihr stellt fest „Ach das könnte auch noch rein!“, dann haltet euch strickt an den roten Faden, sprich die Gliederung oder um es noch deutlicher zu sagen – an das Lehr-/Lernziel! (Die soll es ja bei Lernmodulen auch noch geben.)

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Bei der Erstellung von eLearning-Modulen steht man oft vor der Frage: Womit erstelle ich sie?
Die Antwort ist, dass man die Bordmittel des jeweiligen Lernmanagementsystems (LMS) nutzt oder man nimmt eine Autorensoftware (wird in einem eigenen Beitrag behandelt), um Module zu importieren.
Bei Moodle gibt es die Aktivität „Lektion“, die jedoch kein eLearning-Modul, im Sinne der Definition darstellt. Bei ILIAS sind es die Objekte „Lernmodul ILIAS“, Lernmodul HTML“ oder Lernmodul SCORM“. Bei OPAL ist es der Kursbaustein „CP-Lerninhalt“. In der LernSax stehen die „Lernmodule“ (ehemals Courselets) zur Verfügung.


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Für die Erarbeitung einer Übersicht der Leitwerte/Merkmale von distance learning wurden 24 Veröffentlichungen einbezogen. In allen Leitwerten ist das Lehren/Lernen der Hauptschwerpunkt und damit auch der Hauptleitwert aller Bemühungen.
Eine Übersicht wird hier bereitgestellt. Das sind im Einzelnen:
1. allgemeine Kriterien guten Unterrichtens
2. Zehn Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer
3. Zwölf Prüfsteine für die Arbeit mit digitalen Medien
4. Empfehlung H. Meyer für Homeschooling“
5. Guter Hybridunterricht
6. Sechs Leitwerte für digitalen Fern- und Hybrid-Unterricht
7. Digitales Lernen und Onlineunterricht – der Überblick für Eilige
8. Unterrichtssituation in LMS abbilden
9. Fünf Tipps für den Einstieg in die Online-Lehre
10. Remote Working
11. Lehr-Lern-Modell
12. Die neun W-Fragen
13. Die 4 K’s
14. Didaktische Prinzipien
15. Einflussfaktoren der didaktischen Kompetenzentwicklung
16. Lernzielstufen
17. Grundlegende didaktische Gestaltungsprinzipien
18. Didaktische Ansätze nach Hilbert Meyer
19. Didaktisches Feinkonzept
20. Didaktisches Design nach Bremer
21. Didaktik virtueller Lehr-/Lerneinheiten – Didaktisches Design
22. EEE-Methode (Eintauchen – Entdecken – Erklären)
23. LPS-Methode (Learn – Practice – Share)
24. SAMR-Modell

Neben der technischen Fortbildung darf die didaktische Gestaltung der distance learning Prozesse nicht zu kurz kommen. Kurzerhand haben wir uns entschlossen, eine online Fortbildung zum Thema „Wie unterrichte ich auf Distanz?“ Am Anfang gestaltete sich die Literatur-Recherche recht übersichtlich, doch mit der Erstellung der Gliederung kamen und kommen immer mehr Punkte hinzu. Jetzt heißt es aus dem bisherigen Skript zwei Teile zu schaffen. Die Fortbildung soll doch im Teil eins nicht so sehr theorielastig sein. Fakt ist jedoch, ohne Theorien geht es nun mal nicht, denn über sie werden die Leitlinien der didaktischen Handlung gebildet. Themen einfach weglassen geht auch nicht, da distance learning ein sehr komplexes Gebilde ist. Jetzt geht es an die Ausformulierung der Texte, die Auswahl der Zitate und die Gestaltung der Fortbildungsmaterialien. Schön, wenn man so wie ich einen Partner zur Seite hat, der im laufenden Prozess alles gleich gegenliest und Randnotizen formuliert. Auch wenn die Seiten dann sehr bunt aussehen.

Nach den Ferien starten die nächsten Fortbildungen für sächsische Lehrerinnen und Lehrer in der Fortbildungsreihe „Mediendidaktik und E-Learning“
Alle sind im Fortbildungskatalog nachzulesen.
R02582 vom 20. – 21.04.2021 (Kommunikation & Aufgaben)
R02583 vom 27. – 28.04.2021 „Lernmodule & Videounterstütztes Unterrichten“
R02584 vom 04. – 05.05.2021 „Kommunikation & Aufgaben“
D06244 am 26.05.2021 „Lernmodule in LernSax – Aufbaukurs“

Und ganz neu im Katalog:
D06230 26.04.2021 und 25.05.2021 „Wie unterrichte ich auf Distanz?“
Im Mittelpunkt stehen u.a.:
Fragestellungen, Leitwerte, Szenarien, Materialien, Anleitungen und Werkzeuge, Mediendidaktische Konzepte

In der Kernkompetenz „Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren“ wird der Punkt „Speichern und Abrufen“ empfohlen.
Viele unsere Schüler/-innen fotografieren ihre Aufgaben ab und speichern sie in den Abgabeordner. Ein Kompliment an die Schüler/-innen, die der Datei einen passenden Namen geben (Thema, Name des Schülers).
Was noch ankommt trägt den Namen „image.jpg“, „1611836802.jpg“ oder „IMG_20210124_083153.jpg“. Womit natürlich keiner von uns als Lehrer etwas anfangen kann und es ist auch nicht im Sinne der Kernkompetenzen.
Der Schüler kann seine hochgeladene Datei über Eigenschaften nach dem Hochladen jederzeit umbenennen.
Ich kann hier nur die Empfehlung aussprechen, dass Sie die Schüler zum Umbenennen anhalten (bereits in der Aufgabenstellung fixieren) und auch in die Bewertung einbeziehen.

Weitere Empfehlungen zur Umsetzung des Kompetenzrahmens werden folgen.

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