Didaktik

Die iPads für Schüler und Lehrer kommen bald in die Schule.
Es gilt die verbleibende Zeit bis dahin mit den Vorarbeiten für die Verwendung im Unterricht zu nutzen.
Es stehen die Fragen der Anbindung an die Medien-Boards oder digitale Tafeln und die Bildungsapps im Vordergrund.

Um eine Entscheidung über die Bildungsapps etwas zu vereinfachen, wurden die Apps auf meiner Seite nach Fächern und fachübergreifend sortiert. Die didaktischen Hinweise zu den einzelnen Apps werden vervollständigt. Ein kleiner Hinweis zur Evernote: Zwei Möglichkeiten der Nutzung stehen zur Verfügung: „Notizbuch anzeigen“ (Ansichtsoptionen – Listenansicht) oder „Notizbuch beitreten (Anmeldung bei Evernote)

Apps für einzelne FächerApps Fachübergreifend

eLearning-Module exportieren
Die Module der LMS können exportiert werden. Bei einigen Plattformen steht dafür die Sicherung/Speicherung zur Verfügung. Diese Funktion erfüllt auch den Zweck eines Exportes.
Generell sollten eLearning-Module gesichert werden. Denn der Arbeitsaufwand für die Erstellung der Inhalte ist nicht gering.
Exportierte Module können dann in andere LMS gleichen Typs eingebunden werden. Sie können veröffentlicht werden und so von anderen genutzt werden oder in Klassen verteilt werden.
Von Vorteil ist, wenn eLearning-Module in einem eLearning Standard (z. B. SCORM 1.2 oder SCORM 2004) exportiert werden können. Dies gilt für die Bordmittel und auch für die Autorentools. Was nützt mir das schönste eLearning-Modul (mit einem Autorentool erstellt), wenn ich es nicht in meine LMS einbinden/importieren kann.

eLearning-Module importieren
In den LMS sind nicht nur die Editoren für E-Learning-Module eingebaut, sondern es gibt verschiedene Möglichkeiten Module zu importieren.
In Moodle ist dies in den Aktivitäten „H5P“, „IMS-Content“ und „Lernpaket“ vorgesehen. Ein IMS Content Paket wird als *.zip Datei hochgeladen und in Moodle geöffnet. Ein Lernpaket wird außerhalb von Moodle mit spezieller Autorensoftware erstellt und im Format SCORM 1.2 eingespielt.
„Der Hauptunterschied besteht darin, dass ein IMS Content Paket im Wesentlichen statische Inhalte enthält. Ein SCORM Lernpaket kann dagegen auch Testfragen enthalten, die bewertet werden und deren Bewertung nach Moodle übertragen wird. Wenn Sie Wissen vermitteln und gleichzeitig abprüfen wollen, verwenden Sie ein SCORM Lernpaket. Wenn Sie nur Inhalte vermitteln wollen, nutzen Sie ein IMS Content Paket.“ (Quelle Moodle)
Moodle ist das einzige LMS (entsprechende der vorgestellten Plattformen), bei der H5P importiert werden kann.

In ILIAS steht der Import in den Objekten „Lernmodul ILIAS“, Lernmodul HTML“ oder Lernmodul SCORM“ zur Verfügung. Es wird der Standard SCORM 1.2 und 2004 unterstützt.
„Neben ILIAS-Lernmodulen (XML-basiert) können auch bestehende Lernmodule nach SCORM/AICC-Standard und HTML-Lernmodule importiert werden.“ Wenn Sie Wissen vermitteln und gleichzeitig abprüfen wollen, verwenden Sie ein SCORM Lernpaket. Wenn Sie nur Inhalte vermitteln wollen, nutzen Sie ein IMS Content Paket. (Quelle ILIAS)
Bei OPAL werden die Importe bei den SCORM- und CP-Lerninhalten (CP = Content Paket) angeboten. Es wird SCORM 1.2 angeboten. In der LernSax können nur Module vom Dateityp *.courselet importiert werden.

Bei unbekannten Begriffen bitte als Gast anmelden und das Glossar benutzen.

Nach dem Artikel „eLearning-Module erstellen“ folgt bald die Artikel zum Export/Import. Ein Selbsttest „zwingt“ mich jedoch erst einmal eine kurze Zwischenbemerkung zur Erstellung von eLearning-Modulen niederzuschreiben. Lesezeit –

Die Beiträge zum Thema „Vergleich von Autorentools“ werden parallel im SCORM Editor Open eLearning als eLearning-Modul angelegt. Die notwendige Zeit für Erstellung lag bei ca. drei ein halb Stunden. Das ist angesichts der Vorlage von vier DIN A4 Seiten mit 832 Wörtern, 6096 Zeichen und 12 erstellten Modulseiten sehr viel. Wenn man am Beginn der Arbeit mit eLearning-Modulen steht oder man arbeitet sich in ein neues Tool ein, dann ist zusätzliche Zeit einzuplanen.

Mit den folgenden Gründen möchte ich Empfehlungen geben, wie man die Erstellungsphase kurz hält. Heißt jedoch nicht, dass sich die Gesamtzeit (Konzeptphase und Umsetzung) veringert. Der Großteil der Zeit muss in  der Konzeptphase geplant werden!

Die Gründe für lange Erstellungsphasen liegen klar auf der Hand – je besser und vollständiger das Konzept für die Lernmodule in einem Texteditor (oder Microsoft Word oder PowerPoint) vorbereitet ist, umso schneller ist auch die Umsetzung im SCORM-Editor/Autorentool. In der Konzeptphase ist die Unterstützung des Teams gefragt, denn so vermeidet man Überraschungen. „Ich mache mal ein Lernmodul“ – ist reine Zeitverschwendung.

Ein zweiter Grund liegt in der mangelhaften Vorbereitung des Bildmaterials (später Video- oder Audiodateien). Während der Erstellung zu schauen, was da so Schönes passen könnte – kostet Zeit.

Dritter Grund: In einem Lernmodul ist die Wissenüberprüfung ein fester Bestandteil. Auch dieser Teil muss im Vorfeld erarbeitet werden.

Vierter Grund: Formative Anpassungen, Layout oder Schriften gehören ganz an den Schluss der Umsetzung und haben während der Erstellung keinen Raum. Es sei, denn man arbeitet von vornherein mit einem vorgefertigten Layout. Der Grundsatz, lautet wie überall, erst der Inhalt dann das Design!

Fünfter Grund: immer vom Groben zum Feinen denken und arbeiten. Aus Stichworten werden Überschriften, Absätze und Sätze. Kurze Bemerkungen in ein eLearning-Modul zu übertragen und diese dann dort auszuformulieren – kostet Zeit.

In der Erstellungsphase ist man einem gewissen Druck ausgesetzt – fertig werden! Da fallen einem bestimmte Formulierungen nicht sofort ein. Wortwiederholungen sind an der Tagesordnung und die Rechtschreibung/Grammatik bleibt auf der Strecke.

Sechster Grund: Lasst ein wenig Zeit zwischen der Konzeption der Inhalte und der Erstellung der Lernmodule im Editor /Autorentool vergehen. Sprecht das Konzept lieber einmal mehr mit dem Team durch. Startet so vorbereitet in die Umsetzung.

Siebenter Grund: Arbeitet mit einem euch bekannten Programm (SCORM Editor oder Autorentool) oder arbeitet euch in eine spezielle Software mittels kleinerer Szenarien ein. Wenn ihr mit eLearning-Modulen startet, muss es nicht sofort Adobe Captivate oder articulate storyline 360 sein, hier reichen die Bordmittel der LMS völlig aus.

Der letzte Grund: Wenn man während der Konzeption oder Umsetzung feststellt, dass ein Glossar zweckdienlich ist, dann bitte als eigenes Projekt betrachten und nicht noch zusätzlich in die Erstellung von Lernmodulen packen. Ist ein Katalog vorhanden, kann dieser ohne Weiteres gepflegt werden. Oder ihr stellt fest „Ach das könnte auch noch rein!“, dann haltet euch strickt an den roten Faden, sprich die Gliederung oder um es noch deutlicher zu sagen – an das Lehr-/Lernziel! (Die soll es ja bei Lernmodulen auch noch geben.)

Bei unbekannten Begriffen bitte als Gast anmelden und das Glossar benutzen.

Für die Erarbeitung einer Übersicht der Leitwerte/Merkmale von distance learning wurden 24 Veröffentlichungen einbezogen. In allen Leitwerten ist das Lehren/Lernen der Hauptschwerpunkt und damit auch der Hauptleitwert aller Bemühungen.
Eine Übersicht wird hier bereitgestellt. Das sind im Einzelnen:
1. allgemeine Kriterien guten Unterrichtens
2. Zehn Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer
3. Zwölf Prüfsteine für die Arbeit mit digitalen Medien
4. Empfehlung H. Meyer für Homeschooling“
5. Guter Hybridunterricht
6. Sechs Leitwerte für digitalen Fern- und Hybrid-Unterricht
7. Digitales Lernen und Onlineunterricht – der Überblick für Eilige
8. Unterrichtssituation in LMS abbilden
9. Fünf Tipps für den Einstieg in die Online-Lehre
10. Remote Working
11. Lehr-Lern-Modell
12. Die neun W-Fragen
13. Die 4 K’s
14. Didaktische Prinzipien
15. Einflussfaktoren der didaktischen Kompetenzentwicklung
16. Lernzielstufen
17. Grundlegende didaktische Gestaltungsprinzipien
18. Didaktische Ansätze nach Hilbert Meyer
19. Didaktisches Feinkonzept
20. Didaktisches Design nach Bremer
21. Didaktik virtueller Lehr-/Lerneinheiten – Didaktisches Design
22. EEE-Methode (Eintauchen – Entdecken – Erklären)
23. LPS-Methode (Learn – Practice – Share)
24. SAMR-Modell

Neben der technischen Fortbildung darf die didaktische Gestaltung der distance learning Prozesse nicht zu kurz kommen. Kurzerhand haben wir uns entschlossen, eine online Fortbildung zum Thema „Wie unterrichte ich auf Distanz?“ Am Anfang gestaltete sich die Literatur-Recherche recht übersichtlich, doch mit der Erstellung der Gliederung kamen und kommen immer mehr Punkte hinzu. Jetzt heißt es aus dem bisherigen Skript zwei Teile zu schaffen. Die Fortbildung soll doch im Teil eins nicht so sehr theorielastig sein. Fakt ist jedoch, ohne Theorien geht es nun mal nicht, denn über sie werden die Leitlinien der didaktischen Handlung gebildet. Themen einfach weglassen geht auch nicht, da distance learning ein sehr komplexes Gebilde ist. Jetzt geht es an die Ausformulierung der Texte, die Auswahl der Zitate und die Gestaltung der Fortbildungsmaterialien. Schön, wenn man so wie ich einen Partner zur Seite hat, der im laufenden Prozess alles gleich gegenliest und Randnotizen formuliert. Auch wenn die Seiten dann sehr bunt aussehen.

Nach den Ferien starten die nächsten Fortbildungen für sächsische Lehrerinnen und Lehrer in der Fortbildungsreihe „Mediendidaktik und E-Learning“
Alle sind im Fortbildungskatalog nachzulesen.
R02582 vom 20. – 21.04.2021 (Kommunikation & Aufgaben)
R02583 vom 27. – 28.04.2021 „Lernmodule & Videounterstütztes Unterrichten“
R02584 vom 04. – 05.05.2021 „Kommunikation & Aufgaben“
D06244 am 26.05.2021 „Lernmodule in LernSax – Aufbaukurs“

Und ganz neu im Katalog:
D06230 26.04.2021 und 25.05.2021 „Wie unterrichte ich auf Distanz?“
Im Mittelpunkt stehen u.a.:
Fragestellungen, Leitwerte, Szenarien, Materialien, Anleitungen und Werkzeuge, Mediendidaktische Konzepte

In der Kernkompetenz „Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren“ wird der Punkt „Speichern und Abrufen“ empfohlen.
Viele unsere Schüler/-innen fotografieren ihre Aufgaben ab und speichern sie in den Abgabeordner. Ein Kompliment an die Schüler/-innen, die der Datei einen passenden Namen geben (Thema, Name des Schülers).
Was noch ankommt trägt den Namen „image.jpg“, „1611836802.jpg“ oder „IMG_20210124_083153.jpg“. Womit natürlich keiner von uns als Lehrer etwas anfangen kann und es ist auch nicht im Sinne der Kernkompetenzen.
Der Schüler kann seine hochgeladene Datei über Eigenschaften nach dem Hochladen jederzeit umbenennen.
Ich kann hier nur die Empfehlung aussprechen, dass Sie die Schüler zum Umbenennen anhalten (bereits in der Aufgabenstellung fixieren) und auch in die Bewertung einbeziehen.

Weitere Empfehlungen zur Umsetzung des Kompetenzrahmens werden folgen.

Hier werden nicht nur Lehrvideos bereitgestellt, sondern auch spezielle Fragen zum Thema Nutzung Lernmanagementsysteme (Moodle, ILIAS, LernSax oder WebWeaver School) beantwortet. Der Link auf die Internetseite führt u.a. zu fächerbezogene Übungen & Apps, Fortbildungsterminen, dem Blog zum Thema Mediendidaktik und dem Formular für Fragen. Und hier geht es zum Kanal LernGalaxis

Fragen und Kommentare sind immer gern gesehen!
Ich freue und bedanke mich bei jedem Besucher und Abonnementen.

In diesem Jahr hatten wir bereits 2375 Aufrufe, super und weiter so.

Die online Fortbildungsreihe: „Mediendidaktik und E-Learning mit LernSax“ geht in die zweite Runde und ich hoffe, wieder viele interessante Fragen zu beantworten. Neu ist die Planung der online Fortbildung an zwei Tagen in der Woche, damit bleibt Zeit für die anderen wichtigen Aufgaben der Teilnehmer/-innen (siehe Fortbildungstermine).

09.03.2021 Grundlagen und Kommunikation (Anmeldung)
10.03.2021 Dateiablage und Aufgaben (Anmeldung)
23.03.2021 Lernmodule erstellen und einsetzen (Anmeldung)
24.03.2021 Videogestützter Unterricht mit der LernSax-(Video)-Konferenz (Anmeldung)
20.04.2021 Grundlagen und Kommunikation (Anmeldung)
21.04.2021 Dateiablage und Aufgaben (Anmeldung)
27.04.2021 Lernmodule erstellen und einsetzen (Anmeldung)
28.04.2021 Videogestützter Unterricht mit der LernSax-(Video)-Konferenz (Anmeldung)
04.05.2021 Grundlagen und Kommunikation (Anmeldung)
05.05.2021 Dateiablage und Aufgaben (Anmeldung)

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