Der Zusammenhang zwischen Geschäfts-/Produktionsprozessen, Informationen/Dokumenten, KI-basierter Personalentwicklung, personalisierten Lernpfaden und der Einführung von LMS ist ein systemischer Kreislauf, der Lernen direkt an Arbeitsprozesse koppelt und durch KI intelligent orchestriert wird (siehe Tramm 2009 uni-hamburg). Tramm zeigt die Entwicklung von einer betriebswirtschaftlich geprägten Prozessorientierung hin zu einer pädagogisch-didaktischen Lernprozessorientierung, die stärker auf die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden fokussiert, was durchaus auch auf die betriebliche Bildung zu übertragen werden kann.

Prozesse definieren Kompetenzbedarf
Geschäfts- und Produktionsprozesse (z.B. Auftragsabwicklung, Kundenservice, Produktion, Qualitätssicherung) sind die Primärquelle für Lernbedarfe. Jeder Prozessschritt erfordert spezifische Kompetenzen, Kenntnisse und Informationen – etwa: Wie rüste ich eine Maschine? Wie erfasse ich einen Kundenauftrag korrekt? Wie reagiere ich bei Reklamationen? Dieser Ansatz ist keinesfalls ne wie der Beitrag aus dem Jahre 2005 beweist (siehe lernenundlehren).
Die Prozessorientierung bedeutet: Lernen folgt nicht abstrakten Curricula, sondern realen Arbeitsabläufen. Mitarbeitende lernen genau das, was sie im jeweiligen Prozessschritt brauchen – zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. 360learning beschreibt in dem Artikel, wie die Realität aussieht (siehe 360learning). Um den Arbeitsprozess nicht zu unterbrechen gibt es praktikable Lösungen, wie z. B. im LMS die Zeiterfassung einzubinden. So sehen die Mitarbeitenden ihre entsprechenden Lehraufgaben und können sie in Ihren Tagesablauf einbinden.
Horizontale und vertikale Integration
Geschäftsprozesse durchlaufen horizontal verschiedene Abteilungen (z.B. Vertrieb → Produktion → Logistik) und erfordern vertikal ein Verständnis für strategische Zusammenhänge (z.B. Kostenstrukturen, Qualitätsziele). Moderne Personalentwicklung muss beide Dimensionen abbilden: operative Handlungsfähigkeit und systemisches Prozessverständnis. (siehe Tramm 2002 dblernen)
Tramm argumentiert, dass die Geschäftsprozessorientierung eine zentrale Rolle spielt, um Lernfelder sinnvoll zu strukturieren und die Verbindung zwischen ökonomischen Systemzusammenhängen und beruflicher Kompetenz herzustellen.