Sobald Wissen im Unternehmen nicht nur gesammelt, sondern auch geordnet, auffindbar und nutzbar ist, entsteht daraus etwas sehr Wertvolles: Orientierung. Genau an dieser Stelle wird die Idee einer Lernlandkarte spannend.
Eine Lernlandkarte macht sichtbar, welche Themen zusammengehören, welches Wissen in der Organisation vorhanden ist und an welchen Stellen Lernangebote gebraucht werden. Sie hilft also nicht nur beim Finden von Informationen, sondern vor allem dabei, Lernwege sinnvoll und zusammenhängend aufzubauen.
Das markiert den Übergang von einer reinen Wissensbasis zu einem gestalteten Bildungsmanagement. Bildungsmanagement fragt nicht nur danach, was dokumentiert ist, sondern danach, wie Menschen dieses Wissen bestmöglich aufnehmen, verknüpfen und anwenden können.
Nutzt man die Lernlandkarte als Instrument, wird aus vorhandenem Wissen ein strukturierter Lernraum. Die zuvor gesammelten und geordneten Informationen lassen sich so in didaktisch sinnvolle Lernbausteine, Einarbeitungspläne oder Entwicklungspfade übersetzen. Die Lernlandkarte ist dabei nicht der einzige Weg – aber ein sehr wirkungsvoller, um Wissen und Lernen sichtbar miteinander zu verbinden.

Vielleicht braucht gutes Bildungsmanagement nicht immer mehr Inhalte, sondern vor allem bessere Orientierung.
(P.S.: Und wie kommt all das nun in die Praxis? Morgen an Tag 7 schließen wir diese Themenwoche mit einem konkreten Ausblick auf die didaktische Umsetzung im Alltag ab.)