E-Learning

Vielen Dank an meine Evaluationsgruppe, ihr habt mir sehr geholfen. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit mit dem Notizbuch – die regelmäßige Kontrolle, Pflege und kontinuierliche Neuaufnahmen der Übungsaufgaben und Apps. Einigen Gruppenmitgliedern konnte ich schon mit schnellen Informationen zu Apps oder Übungsaufgaben helfen, es funktioniert!
Evernote Notizbuch

Es stellt sich für mich nicht die Frage nach dem „oder“, sondern doch eher nach dem wozu will ich das Notizprogramm benutzen?
Schauen wir uns meinen kurzen Überblick an.
OneNote ist über das Notizbuch, den Abschnitt und die Seite strukturiert. Bei Evernote findet man das Notizbuch, die Notiz und den Tag als Strukturelemente.
Beide Tools haben einen Editor, mit dem die Seiten bzw. die Notizen formatiert werden können. Für beide Applikationen wird ein Web Clipper angeboten.
Damit ist es möglich, aus einem Browser (IE, Firefox und Google Chrome) heraus, Quellen in die jeweiligen Programme einzufügen.
Einzige Ausnahme bei den Browsern bildet Opera, hier ist nur der Evernote Wen Clipper verfügbar.
Um die Web Clipper zu nutzen, muss in beiden Tools ein Account existent sein.
Der Web Clipper von OneNote hat in allen Browsern die gleiche Auswahlmöglichkeiten – Ganze Seite, Bereich, Artikel oder Lesezeichen.
Bei Evernote werden im IE der Export als Artikel, als Artikel ohne Formatierung, als ganzen Seite und als Lesezeichen angeboten.
Firefox und Google Chrome bieten den Artikel, den reinen Artikel, die ganze Seite, das Lesezeichen und den Schnappschuss als Exportmöglichkeiten.
Im Safari Browser von Apple lassen sich die Internetseiten über die Funktion „Teilen“ in die entsprechenden Apps von OneNote und Evernote speichern.
In beiden Notizprogrammen ist die gemeinsame Arbeit an einem Notizbuch möglich.
Es gibt noch eine Menge über die beiden Programme zu schreiben, doch möchte ich mich nun wieder der Eingangsfrage zuwenden – OneNote oder Evernote?
Beide Programme haben ähnliche Elemente, um Quellen zu sortieren und beide Programme haben ihre Daseinsberechtigung.
Ich nutze beide Tools gleichzeitig, denn die unterschiedliche Struktur bringt die Vorteile bei der jeweiligen Nutzung.
OneNote baut auf die Hierarchie und Evernote auf die Tags.
Sammle ich Quellen für ein Dokument, eine Präsentation oder ein Unterrichts-Thema, welches auf einer Gliederung aufbaut, verwende ich OneNote.
Sammle ich Quellen, die später nach bestimmten Attributen gefiltert werden sollen, dann nutze ich Evernote.
Das Medienbildungskonzept entsteht in OneNote. Die Übersicht über der Übungsblätter und Apps für den Unterricht filterbar nach Fächern und/oder Klassenstufen entsteht in Evernote.

Welche Notizprogramme nutze ich bei wissenschaftlichen Arbeiten?
Antwort: OneNote für die Struktur und Citavi (Literaturverwaltung und Wissensorganisation) für die Quellen.

Nicht immer finde ich an Orten der Fortbildung die Technik vor, die ich benötige oder es gibt kein WLAN.
Kurzum wurden ein paar wichtige Sachen zusammengestellt.
Inventarliste:
Apple TV – für die Verbindung iPad und Beamer oder Interaktive Tafel
WLAN Router – für ein kleines Netzwerk im Raum
2 Laptops
2 iPads
2 Smartphones

ApowareMirror – Desktopspiegelung vom iPad oder vom Smartphone auf ein Laptop, der kann an einen Beamer angeschlossen werden.
Mirroring360 – Desktopspiegelung vom Android auf Apple TV
AirParrot 2 – Desktopspiegelung von Windows auf Apple TV
diverse Kabel & Adapter (für alle Fälle)
Um ein paar Eventualitäten einzuplanen haben die Android Smartphones die App ApowareMirror und Mirroring360 erhalten. Auf den Laptops (Windows) läuft ebenfalls ApowerMirror und AirParrot 2. Den Testlauf habe ich mit einem WLAN Hotspot und mobilen Daten gemacht, hat funktioniert. Mit der WLAN Variante über den Router (ohne Internetzugang), hält mein Datenvolumen länger. Für die Präsentationen (lehrerzentriert) reicht diese Version jedoch völlig aus.
Auf den iPads sind verschiedene Bildungs-Apps installiert, u.a. Classroom, Quizlet, LernSax und Kahoot. Für diese Nutzung in der Fortbildung ist der Internetzugang notwendig.
Zu meinem vollständigen Glück fehlt mir noch ein Zugang zu Classroom Manager. Ich bin jedoch fester Überzeugung, dass er bald kommt.

Mit dieser Technik und Software ist eine Fortbildung praktisch realisierbar. Vorerst ist alles noch sehr lehrerzentriert, doch mit der größeren Anzahl von Geräten oder der Fortbildung in einem Informatikraum ist die Schüler-/Teilnehmerzentrierung möglich. Bis dahin helfen die guten alten Aufgabenzettel und in spannungslosen Räumen ein Satz Flipcharts für die Lehre.
Jetzt geht es an die Konzepte, denn ohne didaktischen Ablaufplan ist die beste Technik wertlos.

Zwei Beispiele
1. Für eine Oberschule kann ein Server mit einem Preis bis zu 7500,00 EURO beantragt werden. Meine Frage „Wer braucht einen Server?“ wurde mit einem gewissen Unverständnis „beantwortet“. Jetzt lasst uns doch mal eine Arbeitsgruppe/Team ein wenig „spinnen“ und in die Zukunft denken, da könnte so ein Server schon benötigt werden. Warum nicht in Info auch mal Rechner virtualisieren oder verschiedene Betriebssysteme/Datenbanken aufsetzen? Der Fortbildungsschwerpunkt ist somit klar definiert.

2. Displays und interaktive Tafeln incl. Steuergerät (je Raum) 4.000,00 EURO, Arbeitsplatzrechner 850,00 EURO
Digitaler Unterricht kann heißen, dass man ein Video zeigt, z. B. aus der Mesax Mediathek. Besser ist natürlich den Unterricht interaktiv zu gestalten. Der Lehrer hat eine Aufgabe in einem virtuellen Klassenraum vorbereitet, die Schüler/-innen betreten mit ihren PC/Laptop/Tablet diesen Klassenraum, lösen die Aufgabe und das Ergebnis wird am Board präsentiert.
Wenn wir nun vier Tafeln beantragen, dann haben wir vier Zimmer in denen digitaler Unterricht in Rotation stattfinden kann. Ja und zu jedem Multimediabord gehört auch ein „Steuer-PC“ oder ein Laptop oder idealerweise ein Tablet. Fortbildungsschwerpunkte in diesem Beispiel sind z. B. Board-Software, Apps und virtuelle Klassenzimmer.

Diese Gedankenspiele setzen Wissen über digitale Medien voraus. Nicht alle Lehrer/-innen sind hier gleichermaßen vorbereitet. Es gibt jedoch immer und an jeder Schule sehr interessierte Lehrer-/innen, denen es Spaß macht zu experimentieren und die in ihrer Freizeit Lernsequenzen schaffen oder sich mit technischen Themen beschäftigen. Egal wie das Ergebnis ist, natürlich ginge es mit einer gewissen Start-Fortbildung schneller, die intensive Auseinandersetzung mit digitalen Lehr-/Lernmedien führt immer zu einem positiven Ergebnis. Bis zu dem Punkt, dass interessierte Schüler/-innen mitmachen und sich selbst einbringen.

Und schon haben wir aus zwei Visionen den Technikbedarf und viel wichtiger den Fortbildungsplan kreiert, in groben Punkten versteht sich. Ich spreche nicht von 2019, sondern über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren.

Im Punkt 1. ist das visionäre Thema „Virtualisierung“, ein Begriff der in der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken ist. Wir haben den Technikbedarf und wir haben ein Thema der Fortbildung. Ich höre einen Zwischenruf, ja wenn dazu im Info-Unterricht keine Zeit ist, dann nutzen wir eine Projektwoche oder ein GTA.

Mit Punkt 2. können sie selbst mal versuchen eine Vision, den Technikbedarf und den Fortbildungsplan zu kreieren. Ich bin auf ihre Einsendungen gespannt (lernpartner@lerngalaxis.com).

Meine Antwort auf diese Frage ist kurz und knapp.
Das Ziel für das MBK muss bei allen Beteiligten klar sein, die Arbeit muss in einer Gruppe organisiert werden, die Dokumente der LaSuB und der Westermann Gruppe müssen gelesen werden und bei Fragen sofort LaSuB oder Stadtmedienstelle per E-Mail um Antwort bitten. Wichtig – bei jeder noch so simplen Frage.

Ziele: „- damit digitale Medien und Lernumgebungen sinnvoll in den Unterricht aller Fächer eingebunden werden können und – Lernprogrammen & Lernplattformen für den Unterricht genutzt werden“. Dazu bedarf es einer bestimmten technischen Ausstattung an den Schulen und mit der erforderlichen Ausstattung entsteht das Finanzierungskonzept.
Fachgruppen: dieser Prozess (3-5 Jahre) ist von einer Person nicht zu schaffen, auch nicht von drei Leuten. Holt die Eltern und Schüler mit ins Boot. Immerhin ist die digitale Bildung Teil des Schulprogrammes und damit Angelegenheit Aller.
Technikbedarf: Nicht die Technik macht den Lehr-/Lernprozess erfolgreich, sondern die richtige Nutzung der Geräte.
Visionen: Bei der Planung der Geräte gibt es zwei einfache Fragen und hier spielen Träume/Wünsche eine große Rolle a) Was machen wir im Unterricht mit den Tablets oder Laptops? oder b) ich stelle mir dies und jenes vor, welches Gerät/App brauche ich dazu?
Fortbildung: Die Weiterbildung per Anweisung „ab sofort jeden 2. Mittwoch Weiterbildung Digitalisierung“ ist natürlich völliger Schwachsinn und wird auch so nicht vorkommen.
Die Fortbildung einmal im Monat in kleinen Lehrer-Gruppen, nach Interessengebieten, schafft innerhalb der Schule Vertrauen und Multiplikatoren. Wollen wir wirklich den Lehrkräften wieder einmal tolle Sachen vorsetzen und sie dann allein machen lassen, nein. Übrigens, hier entsteht gerade das Fortbildungskonzept!

Im nächsten Beitrag werde ich mit ein paar Zahlen arbeiten.

Der erste Einsatz als Fortbildner im neuen Schuljahr, mit dem gewohnten Lampenfieber im Vorfeld, ist nun schon wieder Geschichte. Meine Teilnehmer/-innen waren ein sehr aufmerksames Publikum mit kompetenten Fragen. Wie ein Slogan schon sagt „durch Lehren lernen ich/wir“ und ich habe wieder viel dazugelernt.
Unsere heutigen Themen waren die Grundlagen von LernSax und die Unterstützung bei der Erarbeitung des Medienbildungskonzept.
Was uns allen klar geworden ist, und deshalb der Einsatz der Plattform „LernSax“ so notwendig wird, waren die einzelnen Punkte der Kernkompetenzen aus dem Kompetenzrahmen der SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“ (Okt. 2017, 65 Items). Denn diese spiegeln sich u. a. in den Funktionsgruppen der LernSax (Kommunizieren, Organisieren, Lernen und Präsentieren) seit 2011 wieder. Wie unschwer zu erkennen ist, beide Themen (Medienbildungskonzept und LernSax) passen wunderbar zusammen und sollten in Sachsen als Einheit gesehen werden.

Im nächsten Beitrag geht es um die Arbeit der Arbeitsgruppe „Digitalisierung“